Hände setzen Puzzlestücke zusammen

Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Bayern (KGC) ist eine Beratungs- und Vernetzungsstelle für Gesundheitsförderung und Prävention. Sie verfolgt das Ziel, die Gesundheit von Menschen in schwierigen Lebenslagen zu fördern und dadurch die gesundheitliche Chancengleichheit in verschiedenen Lebenswelten zu stärken. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Gesundheitsförderung derjenigen Menschen, die bislang nicht oder nur ungenügend erreicht wurden. Hierfür bedarf es spezifischer Ansätze, über welche die KGC informiert, berät und die praktische Anwendung vor Ort begleitet.

Im Rahmen des 2015 in Kraft getretenen Präventionsgesetzes wurde die Erweiterung der Koordinierungsstellen in den Bundesländern beschlossen. Im Herbst 2017 hat die KGC ihre Geschäftsstelle in der Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V. (LZG) eingerichtet. Sie besteht nun aus zwei Aufgabenbereichen. Aufgabenbereich 1 wird durch die BZgA gefördert und im Auftrag und mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen finanziert. Der seit 2006 bestehende Aufgabenbereich 2 befindet sich am Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und bezieht ebenfalls Mittel der BZgA.

Die KGC übernimmt unter anderem folgende Aufgaben:

  • Beratung und Qualifizierung von Akteuren und Multiplikatoren im Gesundheitswesen
  • Erstberatung und Unterstützung bei der Projektentwicklung, Vermittlung bestehender Programme sowie Beratung zu Fördermöglichkeiten
  • Förderung des Auf- und Ausbaus von Präventionsketten
  • Unterstützung bei der Umsetzung der Landesrahmenvereinbarung Prävention Bayern
  • Sensibilisierung relevanter Akteure in Bayern für das Thema gesundheitliche Chancengleichheit durch Öffentlichkeitsarbeit, z. B. durch Fachtagungen und Vorträge
  • Vernetzung von Wissenschaft und Praxis, z. B. durch Organisation von Fachgesprächen
  • Koordinierung von und Kooperation mit regionalen und landesbezogenen Netzwerken
  • Verankerung der Qualitätsentwicklung und -sicherung in Lebenswelten sozial benachteiligter und/oder vulnerabler Zielgruppen, z. B. durch Identifizierung und Bereitstellung von Good Practice-Modellen