Am 17.04.2026 traf sich das Netzwerk „Kooperative Planung“ bereits zum neunten Mal. Unter der Moderation von Laura Anderle, Referentin der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Bayern (KGC), widmeten sich die 25 anwesenden Netzwerkmitglieder dem gemeinsam abgestimmten Themenschwerpunkt „Ressortübergreifende Zusammenarbeit in kleinen und großen Kommunen“.

Abb.1: Ausschnitt des Vorbereitungsteams des Netzwerks „Kooperative Planung“ und der Referentinnen des Netzwerktreffens
Erste Reihe: Laura Anderle (Koordinatorin des Netzwerks, KGC Bayern), Laura Geiger (Referentin, Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt München), Antje Kohlrusch (Referentin, Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt München); Zweite Reihe: Andrea Wolff (Vorbereitungsteam des Netzwerks, LZG Bayern), Verena Weyland (Referentin, Sozialreferat der Stadt Puchheim), Khalisha Graha (Werkstudentin, LZG Bayern); Dritte Reihe: Professorin Dr. Ulrike Röger-Offergeld (Vorbereitungsteam des Netzwerks, Universität Augsburg)

Zunächst wurden zwei Praxisbeispiele zum Thema der ressortübergreifenden Zusammenarbeit gegenübergestellt: Aus der Perspektive einer großen Kommune berichteten Laura Geiger und Antje Kohlrusch von ihren Erfahrungen der ressortübergreifenden Zusammenarbeit bei der Erstellung der neuen Fachleitlinie Gesundheit in München. Welche Erfolgsfaktoren und Stolpersteine es im Vergleich dazu in einer kleineren Kommune gibt, stellte Verena Weyland am Beispiel des Aktionsplans Kinderfreundliche Kommune und dem Projekt „Zu Fuß zur Schule“ in Puchheim vor. (Erhalt der Präsentationen auf Nachfrage möglich: veranstaltung@lzg-bayern.de)

In der anschließenden Diskussion tauschten sich die Netzwerkmitglieder über ihre eigenen Erfahrungen in der ressortübergreifenden Zusammenarbeit aus. Dabei wurde deutlich, dass die Unterstützung der Leitungsebene der verschiedenen Ressorts sowie die Überzeugung politischer Entscheidungsträger ausschlaggebend sind. Entscheidend für den Erfolg ist zudem die Auswahl der verschiedenen Ressorts und deren Vertreter/-innen für die Beteiligung an der kooperativen Planungsgruppe. Die Zwischenmenschlichkeit spielt übergreifend eine zentrale Rolle, weshalb Präsenzformate zu bevorzugen sind und zwischenmenschliche Unstimmigkeiten vor und nach den Planungsgruppentreffen aufgegriffen werden sollten. Aus den Erfahrungen kann auf den Ansatz der kooperativen Planung außerdem übertragen werden, dass die Rolle der Moderation zentral bei der gleichberechtigten Beteiligung aller Akteur/-innen der Planungsgruppe ist.

Im Austausch zu den Entwicklungen im Bereich der kooperativen Planung unterstützten sich die Mitglieder gegenseitig bei aktuellen Herausforderungen. Hilfreich in der Umsetzung des Ansatzes können beispielsweise die Manuale mit Checklisten des VERBUND-Projekts und des BIG-Projekts sein.

Das nächste Netzwerktreffen wird im Oktober 2026 digital stattfinden und sich mit dem gemeinsam abgestimmten Themenschwerpunkt „Beteiligung verschiedener Interessensgruppen“ auseinandersetzen.

Werden auch Sie aktiv!

Wollen auch Sie sich dem praxisbezogenen Austausch zur „Kooperativen Planung“ anschließen und den partizipativen Ansatz gemeinsam weiterentwickeln? Dann melden Sie sich gerne bei Laura Anderle (anderle@lzg-bayern.de). Weitere Informationen zum Netzwerk „Kooperative Planung“ finden Sie auf unserer Webseite.