Titelbild der Veranstaltung

Die Gruppen nennen sich „Aktionsgruppe Gesundes Altern auf dem Land in der Oberpfalz“ und „Aktionsgruppe Gesundes Altern in der Stadt in der Oberpfalz“. Beide haben zum Ziel, gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren des Gesundheitswesens geeignete Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen in schwierigen Lebenslagen im Regierungsbezirk Oberpfalz zu entwickeln. Am 10. Dezember fand das erste Treffen der Aktionsgruppe Land in Nabburg und am 11. Dezember 2018 das erste Treffen der Aktionsgruppe Stadt in Regensburg statt.

Mit strategischen Schritten zum Erfolg

Beide Aktionsgruppen bildeten sich im Rahmen einer Tagung der Koordinierungs­stelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Bayern in Kooperation mit der Regierung der Oberpfalz am 5. Juli 2018 in Regensburg. Das Thema Senioren­gesundheit wurde Anfang dieses Jahres auf Initiative der Regierung der Oberpfalz aufgegriffen und mündete zunächst in der Regionalkonferenz Senioren­gesundheit am 7. Februar 2018. Die Organisation der Aktionsgruppen erfolgte durch zwei tatkräftige Teams.

Für die Aktionsgruppe Land fanden sich die Präventionsmanagerin der Regierung der Oberpfalz (Marianne Spahn), eine Referentin der KGC Bayern (Kathrin Steinbeißer), die Landesfachwartin für Gesundheits- und Präventionssport des Bayerischen Turnverbands (Dr. Marlene Groitl) sowie die Ansprechpartnerin für Generation 55+ am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Schwandorf (Johanna Baumann) zusammen. Für die Aktionsgruppe Stadt bestand das Organisationsteam aus Marianne Spahn, Kathrin Steinbeißer und einer Referentin des Deutschen Berufsverbands für Krankenpflege (DBfK) (Gabriele Bayer).

Die Aktionsgruppen auf Kurs halten

Die Leitung der „Aktionsgruppe Gesundes Altern auf dem Land in der Oberpfalz“ hat Dr. Marlene Groitl inne. Sie engagiert sich insbesondere für die Bewegungsförderung von Seniorinnen und Senioren.

Die Leitung der „Aktionsgruppe Gesundes Altern in der Stadt in der Oberpfalz“ übernahm Gabriele Bayer. Sie engagiert sich für die Entwicklung von unterstützenden und aufsuchenden Maßnahmen für Familien in schwierigen Lebenslagen (Familien­gesundheitspflege).

Eine starke Unterstützung im Hintergrund

Die KGC Bayern als Beratungs- und Vernetzungs­stelle für Gesundheitsförderung und Prävention konnte die Aktionsgruppen bisher tatkräftig in ihrer Arbeit unterstützen. Dabei verfolgt sie das Ziel, die Gesundheit von Menschen in schwierigen Lebenslagen zu fördern und dadurch die gesundheitliche Chancengleichheit in den Lebenswelten dieser Menschen zu stärken. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Gesundheitsförderung derjenigen Menschen, die bislang noch nicht oder nur ungenügend erreicht wurden. Hierfür bedarf es spezifischer Ansätze, über welche die KGC informiert, berät und die praktische Anwendung vor Ort begleitet.

Expertinnen und Experten, die an einem Strang ziehen

Auf den beiden Auftakttreffen der Aktionsgruppen zeigte sich, dass das Thema Gesundheitliche Chancengleichheit im Alter vielen Akteurinnen und Akteuren des Gesundheitsbereichs in der Oberpfalz ein großes Anliegen ist. Seniorenbeiräte, Vertreterinnen und Vertreter von Gesundheits- und Seniorenämtern, der GesundheitsregionenPlus und des Kneipp-Vereins sowie Pflegedienstleitungen und eine Präventologin sind Teilnehmende der Aktionsgruppen. Sie alle diskutierten auf dem ersten Treffen sehr angeregt darüber, wie sie „zurückgezogene“ Seniorinnen und Senioren oder ältere Menschen mit körperlichen, psychischen oder sozialen Problemen nachhaltig mit Hilfe partizipativer Methoden in Maßnahmen der Gesundheitsförderung einbinden können. Der Aha-Effekt war dabei groß, als bereits die Erfolge von bestehenden Aktivitäten potentieller Kooperationspartnerinnen und -partnern vorgestellt wurden.

Eine aktive Aktionsgruppe

Auf dem ersten Treffen der Aktionsgruppen entwickelten die Teilnehmenden erste Ideen für den Bereich Gesundheitsförderung und Prävention, die ältere Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützen könnten. Dabei war es wichtig, in systematischen Schritten vorzugehen. Zuerst überlegten die Teilnehmenden, welche älteren Menschen sich bei ihnen vor Ort in einer schwierigen Lebenslage befinden (z. B. „zurückgezogene“ Seniorinnen und Senioren). Anschließend identifizierten sie das zentrale Problem und die Ursache, warum diese Menschen gesundheitlich benachteiligt sind. Es wurden Ideen erarbeitet, wie diese Personengruppen erreicht werden können und wie mit ihnen gemeinsam gearbeitet werden kann. Weitere zentrale Fragen während des Treffens waren zum Beispiel: Was gibt es schon? Wie können die ersten Schritte für neue Maßnahmen aussehen? Wen brauchen Sie an Bord für Ihr Vorhaben? Mit wem können Sie in der Aktionsgruppe zusammen an Ihrem Ziel arbeiten?

„Wir müssen miteinander reden, das ist wichtig!“

Allen Akteurinnen und Akteuren war eines klar: Der gegenseitige Austausch war und ist auch weiterhin sehr wichtig. Dadurch können gemeinsame Projekte entstehen. Und gemeinsam sind die Teilnehmenden stark. Denn die Aufgabe, Menschen in schwierigen Lebenslagen zu erreichen und sie in gesundheits­förderliche Aktivitäten einzubinden, ist eine Herausforderung.

Es geht aktionsreich weiter

Das erste Treffen der Aktionsgruppe Land war in den Räumen des AELF Schwandorf. Dort wird auch das nächste Treffen am 5. Juni 2019 stattfinden, welches die Teilnehmenden nach dem bis dahin sich ergebenden Gesprächsbedarf gestalten. Das AELF passt sehr gut für das Vorhaben, ältere Menschen auf dem Land in ihrer Gesundheit zu unterstützen. Seit einem Jahr bietet das Amt Angebote für die Generation 55+ an. In der Oberpfalz ist dieses neue Netzwerk nur in zwei Landkreisen vertreten, in Bayern insgesamt an 13 Standorten. Das AELF unterstützt mit diesen Veranstaltungen im Bereich Ernährung und Bewegung das Ziel eines jeden Menschen, gesund und aktiv älter zu werden und damit beizutragen, Selbstständigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten.

Auch der Ort für das zweite Treffen der Aktionsgruppe Stadt steht bereits fest: bei der Regierung der Oberpfalz. Die Präventionsmanagerin der Oberpfalz, Marianne Spahn, wurde von den Teilnehmenden als stellvertretende Leitung beider Aktionsgruppen gewählt und lädt daher gerne am 6. Juni 2019 erneut zu sich ein.

Interesse am Mitwirken?

Haben Sie Lust, sich aktiv für die Gesundheitsförderung und Prävention älterer Menschen in schwierigen Lebenslagen in der Oberpfalz einzusetzen? Dann melden Sie sich gerne bei Kathrin Steinbeißer (steinbeisser@lzg-bayern.de).

Unterlagen

Aktionsgruppe „Gesundes Altern auf dem Land in der Oberpfalz“

Bilder

Vorträge

Gesundes Altern für Menschen in schwierigen Lebenslagen – Vorhaben der Aktionsgruppe (PDF)
Kathrin Steinbeißer, Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit

Gemeindenahe Gesundheitsförderung – Erfahrungen aus der Praxis (PDF)
Alexandra Sauter, Universität Regensburg

Aktionsgruppe „Gesundes Altern in der Stadt in der Oberpfalz“

Bilder

Vorträge

Gesundes Altern für Menschen in schwierigen Lebenslagen – Vorhaben der Aktionsgruppe (PDF)
Kathrin Steinbeißer, Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit

Neun2727 – Gut leben im Waldthurner Land (JPEG)
Doris Völkl, Präventologin