Neue Wege für mehr Gesundheit und gesundheitliche Chancengleichheit – dies war nicht nur Inhalt der Veranstaltung zu „Unterstützungsmöglichkeiten von Projekten der Gesundheitsförderung und Prävention für Menschen in schwierigen Lebenslagen“. Auch das Format war für viele Teilnehmende Neuland, denn die Veranstaltung wurde online durchgeführt. Hierzu haben die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Bayern (KGC) und das Programmbüro des GKV-Bündnisses für Gesundheit in Bayern die Geschäftsstellenleitungen der Gesundheitsregionenplus eingeladen.

„Wir mussten wirklich auf die Leute zugehen!“

Als regionale Ansprechpersonen für Gesundheitsvorsorge, -versorgung und Pflege erhielten die Vertreterinnen und Vertreter der Gesundheitsregionenplus an diesem Tag neue Impulse zur Arbeit im Bereich der gesundheitlichen Chancengleichheit und tauschten ihre persönlichen Erfahrungen in diesem Feld untereinander aus.                              Hierbei zeigte sich deutlich, dass die Kommune eine zentrale Rolle einnimmt, wenn vulnerable Zielgruppen angesprochen und erreicht werden sollen. „Wir mussten wirklich auf die Leute zugehen – z. B. in einer Autowerkstatt, beim Bäcker und im Sozialkaufhaus.“, berichtete Jana Ziemainz. Sie ist Verantwortliche für das Mittlerprojekt „Gemeinsam“ der Stadt Erlangen und der Gemeinde Markt Eckental. Mithilfe des Projekts wird eine Mittlerstruktur in den Kommunen aufgebaut, die sich gezielt an vulnerable Zielgruppen richtet und den Zugang zu bestehenden gesundheitsförderlichen Angeboten erleichtern soll.

Vulnerable Zielgruppen – warum?

Jeder Mensch hat ein Recht auf Gesundheit. Dennoch fühlen sich Menschen in schwierigen Lebenslagen seltener gesund und haben ein höheres Erkrankungsrisiko als sozial bessergestellte Personen. Die Chancen auf ein gesundes Leben sind demnach ungerecht verteilt. Genau hier setzt die Arbeit der KGC und des Programmbüros des GKV-Bündnisses für Gesundheit an: Bessere Chancen auf ein gesundes Leben schaffen! Gesundheit für alle ermöglichen! „Dabei geht es nicht darum, allen Menschen die gleiche Unterstützung anzubieten. Wir müssen vielmehr diejenigen unterstützen, die einen großen Bedarf haben, um die Schere zwischen sozial besser und schlechter gestellten Menschen zu verkleinern!“, erklärte Kathrin Steinbeißer, Referentin der KGC, eingangs.

In informativen Vorträgen erhielten die Teilnehmenden zahlreiche Informationen dazu, wie die KGC Aktivitäten der gesundheitlichen Chancengleichheit unterstützt. Die Referentinnen gaben auch einen Einblick in die Förderprogramme „Landesrahmenvereinbarung Prävention Bayern (LRV)“ und das „Kommunale Förderprogramm des GKV-Bündnisses für Gesundheit“.

Ein kunterbunter Blumenstrauß – die Unterstützungsmöglichkeiten der KGC Bayern           

Die Angebote der KGC zur Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit in Bayern sind sehr vielfältig: Ob Vorträge, Fachveranstaltungen oder Fortbildungen – die KGC unterstützt Sie bei der Sensibilisierung für die Thematik und bei Ihren Aktivitäten zur Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit.                                                                                Auch beim Thema Vernetzung sind Sie bei der KGC an der richtigen Stelle: Sie koordiniert und begleitet unter anderem den Partnerprozess „Gesundheit für alle“ und die Aktionsgruppe „Gesundes Altern in der Oberpfalz“.

Bei Interesse oder Fragen bezüglich der Aktivitäten und Unterstützungsmöglichkeiten der KGC Bayern wenden Sie sich gerne telefonisch (09131 6808-4506) oder per E-Mail (iris.grimm@lgl.bayern.de) an Iris Grimm.                                                                                            Weitere Informationen erhalten Sie hier.

„Durch die LRV sitzen verschiedene Förderer an einem Tisch!“

Finanzielle Unterstützung können Sie über die Landesrahmenvereinbarung Prävention Bayern (LRV) beantragen. Die LRV ist ein Abkommen zwischen dem Freistaat und den Sozialversicherungsträgern in Bayern. Finanzielle Mittel können für Projekte der Gesundheitsförderung und Primärprävention in Lebenswelten (z. B. Kommune, Kita, Schule) beantragt werden. Der Fokus liegt auch hierbei gezielt auf sozial benachteiligten, vulnerablen Zielgruppen in Bayern. Dabei sollen sich die Projekte nicht nur an diese Zielgruppen richten, sondern auch gemeinsam mit ihnen geplant werden. „Das Thema Partizipation spielt dabei von Anfang an eine zentrale Rolle.“, erläuterte Carolin Bosch, Referentin der KGC und Ansprechpartnerin der Geschäftsstelle LRV.                      Förderanträge können von den Trägern der Lebenswelten gestellt werden.                                Die Geschäftsstelle LRV unterstützt Sie dabei, förderfähige Projekte zu planen und einen Förderantrag zu stellen. Außerdem begleitet sie die Durchführung der geförderten Projekte.

Haben Sie Fragen? Dann wenden Sie sich gerne telefonisch (089/7244193-14) oder per E-Mail (bosch@lzg-bayern.de) an Carolin Bosch.                                                                            Weitere Informationen erhalten Sie hier.

„Kein Gießkannenprinzip, sondern Projekte für ausgewählte Zielgruppen“ – weitere Fördermöglichkeiten über das kommunale Förderprogramm des GKV-Bündnisses für Gesundheit                                                                                                                                                                    Vulnerable Zielgruppen stehen beim kommunalen Förderprogramm des GKV-Bündnisses für Gesundheit im Mittelpunkt. So können Sie unter anderem finanzielle Mittel für „Zielgruppenspezifische Interventionen“ beantragen.

Das bedeutet für die Praxis, dass Sie Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention für und mit vulnerablen Zielgruppen in der Kommune planen und umsetzen können. Antragsberechtigt sind alle kommunalen Gebietskörperschaften auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte in Bayern.                                                                                                        Das Programmbüro des GKV-Bündnisses für Gesundheit dient als zentrale Anlaufstelle, berät zu den Förderkriterien und unterstützt Sie unter anderem dabei, eine Projektskizze zu erarbeiten.

Haben Sie Fragen zum kommunalen Förderprogramm des GKV-Bündnisses für Gesundheit? Dann melden Sie sich gerne telefonisch (089/7244193-13) oder per E-Mail koepf@lzg-bayern.de) bei Regina Köpf.                                                                                                          Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Ideen oder Fragen? Dann werden auch Sie jetzt aktiv!     

Haben Sie Lust, sich aktiv für die Gesundheitsförderung und Prävention in Ihrer Institution oder Kommune einzusetzen? Möchten Sie mehr zum Thema gesundheitliche Chancengleichheit wissen? Oder haben Sie sogar bereits Ideen, wie Sie zur Förderung der Gesundheit von Menschen in schwierigen Lebenslagen beitragen möchten?                    Dann zögern Sie nicht und kontaktieren uns. Gerne geben wir Ihnen weiterführende Informationen und beraten Sie!